Folienextrusion

Technische Folien entstehen nicht nach einem Standardschema. Material, Foliendicke, Breite, Schichtaufbau und Weiterverarbeitung müssen zusammenpassen. Mit der Folienextrusion entwickeln und fertigen wir kundenspezifische Lösungen – von der ersten Idee bis zur seriengerechten Umsetzung.

Kenndaten im Fokus

0,1–5,0 mm

Foliendicke

350–1.100 mm

mögliche Folienbreite

Mono- und Mehrschichtfolien

Fakten

Inline-Konfektionierung

Fakten

Corona-Vorbehandlung und Inlinekaschierung

Fakten

ISO 9001

Made in Austria

Sonderlösung

Verfahren im Detail

Was Folienextrusion möglich macht

Bei der Folienextrusion wird der Kunststoff aufgeschmolzen, homogenisiert und über eine Flachdüse zu einer kontinuierlichen Folienbahn ausgeformt. Über die Prozessführung lassen sich Foliendicke, Breite und Materialaufbau gezielt an die jeweilige Anwendung anpassen.

Ob einschichtige Monofolie oder funktionale Mehrschichtfolie: Entscheidend ist, welche Eigenschaften die Folie später erfüllen muss. Mechanische Belastbarkeit, Verarbeitbarkeit, Oberflächenbeschaffenheit oder die Verbindung mit weiteren Materialien können bereits bei der Auslegung berücksichtigt werden.

Monofolien

Ein Material, eine klar definierte Funktion

Monofolien bestehen aus einer Materialschicht und bieten eine übersichtliche, wirtschaftliche Lösung für Anwendungen mit klaren Anforderungen. Materialauswahl und Prozessführung werden dabei so abgestimmt, dass die Folie zuverlässig und reproduzierbar gefertigt werden kann.

Mehrschichtfolien

Mehrere Eigenschaften in einer Folie

Wenn eine einzelne Materialschicht nicht alle Anforderungen abdeckt, können Mehrschichtfolien verschiedene Funktionen miteinander verbinden. Die einzelnen Schichten übernehmen dabei jeweils definierte Aufgaben. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Werkstoffen, Schichtaufbau, Verarbeitung und späterem Einsatz ab.

Präzise Foliendicke

Im Bereich von 0,100 bis 5 mm lassen sich unterschiedliche Folienstärken umsetzen. Die passende Dicke wird nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Material, Funktion, Weiterverarbeitung und geforderter Stabilität bewertet. So entsteht eine Folie, die nicht nur auf dem Datenblatt passt, sondern auch im späteren Prozess zuverlässig funktioniert.

Flexible Folienbreite

Mit möglichen Folienbreiten von 350 bis 1.100 mm kann die Herstellung an unterschiedliche Bauteil- und Weiterverarbeitungskonzepte angepasst werden. Die Breite wird gemeinsam mit dem gewünschten Format, der Nutzung der Rollenware und der vorgesehenen Konfektionierung betrachtet.

Corona-Vorbehandlung und Inlinekaschierung

Oberflächen müssen für nachfolgende Verarbeitungsschritte geeignet sein. Eine Corona-Vorbehandlung kann die Oberflächeneigenschaften der Folie gezielt verändern und dadurch die weitere Verarbeitung unterstützen.

Bei der Inlinekaschierung wird die Folie direkt im laufenden Prozess mit einer weiteren Materialschicht verbunden. Das kann zusätzliche Arbeitsschritte reduzieren und ermöglicht einen abgestimmten Folienaufbau. Ob eine Vorbehandlung oder Kaschierung sinnvoll ist, prüfen wir abhängig von Material, Haftung und späterem Einsatz.

Inline-Konfektionierung

Weiterverarbeitung direkt im Prozess

Die Folienbahn kann inline für die weitere Verwendung vorbereitet werden. Dadurch lassen sich Prozessschritte aufeinander abstimmen und die Folie gezielt an die Anforderungen der nachfolgenden Verarbeitung anpassen.

Welche Form der Konfektionierung sinnvoll ist, hängt vom Produkt, dem gewünschten Format und dem weiteren Handling ab. Wir denken deshalb nicht nur bis zur fertigen Rollenware, sondern betrachten den gesamten Weg bis zur Anwendung.

Werkstoffe und Folienaufbau

Die geeignete Materiallösung ergibt sich aus der Aufgabe der Folie. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die gewünschte Foliendicke, den Schichtaufbau, die Oberflächenanforderungen und die geplante Weiterverarbeitung.

Je nach Anforderung können unterschiedliche technische Kunststoffe, Monofolien oder Mehrschichtaufbauten in Betracht kommen. Entscheidend ist nicht die größtmögliche Auswahl, sondern die Kombination, die technisch, wirtschaftlich und dauerhaft zu deiner Anwendung passt.

Sonderlösungen

Wenn eine Standardfolie nicht ausreicht, beginnt die eigentliche Entwicklungsarbeit. Gemeinsam prüfen wir Material, Dicke, Breite, Schichtaufbau und Weiterverarbeitung. So entstehen kundenspezifische technische Folien, die auf konkrete Anforderungen ausgerichtet sind.

Auch Lösungen mit Sekundärrohstoffen können im Rahmen der technischen Möglichkeiten betrachtet werden. Denn Kreisläufe beginnen bereits bei der Entwicklung: mit der Frage, welche Materialien sinnvoll eingesetzt, verarbeitet und später weitergenutzt werden können.

Anwendungsfelder

Wo technische Folien ihre Stärken ausspielen

Technische Folien kommen überall dort zum Einsatz, wo definierte Materialeigenschaften, reproduzierbare Abmessungen und eine zuverlässige Weiterverarbeitung gefragt sind. Je nach Folienaufbau und Material können sie als Rollenware, für Zuschnitte oder als Teil einer konfektionierten Lösung eingesetzt werden.

Ob als eigenständige Folie, als funktionale Mehrschichtlösung oder als kaschiertes Halbzeug: Wir betrachten die Folie immer im Zusammenhang mit dem späteren Produkt und Prozess.

Warum Filzwieser für Folienextrusion?

Eine gute Folienlösung entsteht nicht allein an der Extrusionsanlage. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Material, Prozess, Weiterverarbeitung und Anwendung. Genau dort setzen wir an.

Wir stellen Fragen, bevor wir Standardantworten geben: Welche Funktion muss die Folie übernehmen? Welche Dicke und Breite sind wirklich erforderlich? Braucht es einen Mehrschichtaufbau, eine Corona-Vorbehandlung oder eine Inlinekaschierung? Und wie lässt sich die Folie im nächsten Prozessschritt sicher verarbeiten?

Von der ersten Idee bis zur Serienumsetzung bleiben die Wege kurz. Als dein Kunststofflösungsfinder begleiten wir dich lösungsorientiert und mit technischem Verständnis – zuverlässig, direkt und mit Blick auf das Gesamtsystem.

Folienextrusion in der Produktionshalle: Team rollt technische Kunststofffolie auf Palette neben Extrusionsmaschine

Dein
Ansprechpartner

Ich freue mich, dich kennenzulernen:
Rainer Wegscheider
Rainer Wegscheider
FAQ & Hintergrundwissen

Häufige Fragen

Welche Foliendicken sind bei Filzwieser möglich?

Wir fertigen technische Folien mit Dicken von 0,100 bis 2,5 mm. Welche Foliendicke für deine Anwendung geeignet ist, hängt unter anderem von Material, Funktion, mechanischer Belastung und der geplanten Weiterverarbeitung ab.

Möglich sind Folienbreiten von 350 bis 1.000 mm. Die passende Breite wird gemeinsam mit dem gewünschten Format, der Nutzung als Rollenware und den Anforderungen des nachfolgenden Prozesses festgelegt.

Eine Monofolie besteht aus einer einzelnen Materialschicht und eignet sich für Anwendungen mit klar definierter Funktion. Eine Mehrschichtfolie verbindet mehrere Materialschichten. Dadurch können unterschiedliche Eigenschaften in einer Folie zusammengeführt werden. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Material, Anwendung und Weiterverarbeitung ab.

Eine Corona-Vorbehandlung kann eingesetzt werden, wenn die Oberfläche für nachfolgende Verarbeitungsschritte wie Bedrucken, Beschichten oder Kaschieren angepasst werden muss. Ob sie erforderlich ist, wird abhängig vom Material, der gewünschten Haftung und dem weiteren Prozess geprüft.

Hilfreich sind Angaben zur Anwendung, zum gewünschten Material oder Materialaufbau, zur Foliendicke, Folienbreite und benötigten Menge. Ebenso wichtig sind Informationen zur Weiterverarbeitung – beispielsweise zur Konfektionierung, Kaschierung oder Oberflächenbehandlung. Falls noch nicht alle Daten vorliegen, klären wir die nächsten Schritte gemeinsam.

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