PA-Folie
Kenndaten im Fokus
PA 6, PA 6.6, PA 11 und PA 12
Werkstoffvarianten
von 0,1 mm
Folienstärke
bis 5,0 mm
Folienstärke
ISO 9001
Made in Austria
Sonderlösung
Was PA-Folien einzigartig macht
PA-Folie ist nicht gleich PA-Folie. Die Auswahl zwischen PA 6, PA 6.6, PA 11 und PA 12 beeinflusst Festigkeit, Flexibilität, Feuchtigkeitsaufnahme, UV-Beständigkeit und die spätere Verarbeitung. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Materialbezeichnung, sondern das Zusammenspiel aus Werkstoff, Foliendicke, Oberflächenstruktur und Anwendung.
Hohe mechanische Festigkeit
Polyamid-Folien können hohe Zug- und Reißbelastungen aufnehmen und bleiben auch bei wiederholter mechanischer Beanspruchung zuverlässig. PA 6 und PA 6.6 eignen sich besonders dort, wo Festigkeit und Steifigkeit gefragt sind. PA 11 und PA 12 bieten je nach Ausführung mehr Flexibilität und eine geringere Feuchtigkeitsaufnahme.
Zähigkeit und Flexibilität
PA-Folien verbinden Belastbarkeit mit einer guten Zähigkeit. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen, bei denen die Folie nicht nur formstabil sein, sondern auch Biegungen, Vibrationen oder wechselnde Belastungen aufnehmen muss. Die passende Type wird nach der tatsächlichen Beanspruchung und der gewünschten Lebensdauer ausgewählt.
UV- und Witterungsbeständigkeit
Für Anwendungen mit direkter oder indirekter UV-Belastung stehen geeignete stabilisierte Ausführungen zur Verfügung. Die Beständigkeit hängt von der PA-Type, der Stabilisierung, der Farbe, der Foliendicke und den konkreten Einsatzbedingungen ab. Wir prüfen gemeinsam, welche Materialausführung für die gewünschte Lebensdauer und Umgebung geeignet ist.
Gute Weiterverarbeitbarkeit
PA-Folien lassen sich je nach Ausführung schneiden, stanzen, umformen, laminieren oder konfektionieren. Auch die Verklebung kann auf die Anwendung abgestimmt werden. Dafür müssen Klebstoff, Oberfläche, Temperatur, Feuchtigkeit und mechanische Belastung gemeinsam betrachtet werden.
Oberflächen gezielt gestalten
Die Oberfläche beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch Reibung, Haftung, Bedruckbarkeit und die weitere Verarbeitung. Je nach Anforderung sind glatte oder strukturierte Oberflächen möglich. Eine definierte Oberflächenstruktur kann dabei helfen, funktionale Eigenschaften und eine reproduzierbare Weiterverarbeitung miteinander zu verbinden.
Oberflächenaktivierung für Verklebung und Bedruckung
Wenn PA-Folie sicher verklebt, bedruckt oder mit einer weiteren Schicht verbunden werden soll, kann eine Oberflächenaktivierung sinnvoll sein. Durch Beflammen oder Corona-Behandlung wird die Oberfläche gezielt verändert und für den jeweiligen Folgeprozess vorbereitet. Die geeignete Methode hängt von Materialtype, Oberflächenstruktur, Prozessgeschwindigkeit und gewünschter Haftung ab.
Welche PA-Folie passt zu dir?
Nicht jede PA-Folie ist für jede Anwendung die beste Lösung. Wir denken vom späteren Einsatz aus und wählen gemeinsam die Werkstofftype, Dicke, Oberfläche und Verarbeitung, die wirklich zu deinem Bauteil und deinem Prozess passt.
PA 6 – fest, zäh und vielseitig
PA 6 ist eine bewährte Werkstoffbasis für technische Folien mit guter mechanischer Belastbarkeit. Der Werkstoff verbindet Festigkeit und Zähigkeit mit einer breiten Einsatzmöglichkeit und lässt sich für unterschiedliche Folienstärken und Weiterverarbeitungen einsetzen.
- gute Festigkeit und Zähigkeit
- geeignet für mechanisch beanspruchte technische Folien
- vielseitig in Verarbeitung und Anwendung
- erhältlich in abgestimmten Folienstärken und Oberflächenstrukturen
PA 6.6 – hohe Festigkeit und Temperaturbeständigkeit
PA 6.6 eignet sich dort, wo eine höhere Steifigkeit, Festigkeit und thermische Belastbarkeit gefordert sind. Die Werkstofftype ist interessant für technische Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Formstabilität und mechanische Dauerbelastung.
- hohe mechanische Festigkeit
- gute Steifigkeit und Formstabilität
- geeignet für anspruchsvollere Temperaturbereiche
- passend für technische Anwendungen mit dauerhafter Belastung
PA 11 – flexibel und beständig
PA 11 bietet eine gute Kombination aus Flexibilität, Zähigkeit und Beständigkeit. Die geringere Feuchtigkeitsaufnahme gegenüber PA 6 und PA 6.6 kann bei Anwendungen mit wechselnder Luftfeuchtigkeit oder Kontakt mit bestimmten Medien ein Vorteil sein.
- gute Flexibilität und Zähigkeit
- reduzierte Feuchtigkeitsaufnahme im Vergleich zu PA 6 und PA 6.6
- geeignet für flexible technische Folien
- interessant für Anwendungen mit wechselnden Umgebungsbedingungen
PA 12 – maßhaltig und feuchtigkeitsbeständig
PA 12 überzeugt durch eine vergleichsweise geringe Feuchtigkeitsaufnahme und gute Maßhaltigkeit. Damit eignet sich der Werkstoff für Folien, bei denen stabile Abmessungen, Flexibilität und eine zuverlässige Weiterverarbeitung zusammenkommen müssen.
- geringe Feuchtigkeitsaufnahme
- gute Maßhaltigkeit unter wechselnden Bedingungen
- ausgewogene Kombination aus Flexibilität und Festigkeit
- geeignet für technische Folien und mehrschichtige Lösungen
Wo PA-Folien ihre Stärken ausspielen
Technische Abdeckungen und Schutzlösungen
PA-Folien eignen sich für Abdeckungen, Schutzlagen und technische Trennschichten, wenn mechanische Festigkeit, Flexibilität und eine definierte Oberfläche gefragt sind.
Maschinen- und Anlagenbau
In Maschinen und Anlagen kommen PA-Folien als belastbare Zwischenlagen, Schutzfolien, Dicht- oder Gleitelemente und für individuell konfektionierte technische Lösungen zum Einsatz.
Elektro- und Verbindungstechnik
Je nach Materialtype und Ausführung können PA-Folien für Isolations- und Schutzaufgaben, Abdeckungen oder als Bestandteil mehrschichtiger technischer Lösungen eingesetzt werden.
Automatisierungs- und Gerätetechnik
Bei Gehäusen, Schutzkomponenten und funktionalen Innenbauteilen verbinden PA-Folien geringes Gewicht mit mechanischer Belastbarkeit und guter Weiterverarbeitbarkeit.
Mehrschichtige Verbundlösungen
Durch geeignete Oberflächenaktivierung und Verklebung kann PA-Folie mit weiteren Folien, Geweben oder Trägermaterialien verbunden werden. So entstehen Verbundlösungen, die mehrere Funktionen in einem System kombinieren.
Warum Filzwieser für PA-Folien in der Kunststoffverarbeitung?
Bei technischen Folien entscheidet nicht nur der Grundwerkstoff. Dicke, Oberflächenstruktur, Festigkeit, UV-Belastung, Feuchtigkeit und Weiterverarbeitung müssen zusammenpassen. Auch die Oberfläche selbst kann über die Qualität der späteren Verklebung, Bedruckung oder Beschichtung entscheiden.
Genau hier setzen wir an: Wir betrachten die PA-Folie als Teil deiner Gesamtlösung. Gemeinsam prüfen wir, ob PA 6, PA 6.6, PA 11 oder PA 12 besser passt, welche Foliendicke benötigt wird und ob eine Oberflächenaktivierung durch Beflammen oder Corona sinnvoll ist.

Was uns unterscheidet
- Werkstoffberatung für PA 6, PA 6.6, PA 11 und PA 12
- Abstimmung von Festigkeit, Flexibilität, UV-Beständigkeit und Maßhaltigkeit
- Erfahrung mit technischen Folien von 0,1 bis 5,0 mm
- Beratung zu Verklebung, Beschichtung und Oberflächenaktivierung
- kundenspezifische Oberflächenstrukturen und Weiterverarbeitung
- Rollenware, Zuschnitt und konfektionierte Lösungen
- Begleitung von der ersten Idee bis zur Serienumsetzung
- kurze Wege – direkt mit dem Experten, ohne Vertriebspuffer
Dein
Ansprechpartner

Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PA 6, PA 6.6, PA 11 und PA 12?
PA 6 und PA 6.6 eignen sich häufig für Anwendungen mit höherer Festigkeit und Steifigkeit. PA 6.6 bietet dabei eine höhere thermische Belastbarkeit. PA 11 und PA 12 nehmen vergleichsweise weniger Feuchtigkeit auf und sind interessant, wenn Flexibilität, Maßhaltigkeit und Beständigkeit gegenüber wechselnden Umgebungsbedingungen gefragt sind. Welche Type passt, hängt von Belastung, Temperatur, Feuchtigkeit, UV-Einwirkung und Weiterverarbeitung ab.
Warum muss eine PA-Folie oberflächenaktiviert werden?
Eine Oberflächenaktivierung kann notwendig sein, wenn die PA-Folie sicher verklebt, bedruckt oder beschichtet werden soll. Durch Beflammen oder Corona-Behandlung wird die Oberfläche so verändert, dass Klebstoffe, Farben oder Beschichtungen besser haften können. Welche Behandlung geeignet ist, prüfen wir anhand des konkreten Folgeprozesses.
Was ist der Unterschied zwischen Beflammen und Corona-Behandlung?
Beim Beflammen wird die Oberfläche durch eine kurzzeitige thermische Behandlung aktiviert. Bei der Corona-Behandlung erfolgt die Aktivierung durch eine elektrische Entladung. Beide Verfahren können die Benetzbarkeit und Haftung verbessern. Die passende Methode hängt unter anderem von Folientype, Dicke, Oberflächenstruktur, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Lagerbedingungen ab.
Kann PA-Folie verklebt werden?
Ja, PA-Folie kann mit geeigneten Klebstoffsystemen verklebt werden. Für eine dauerhafte Verbindung müssen Klebstoff, Materialtype, Oberfläche und Einsatzbedingungen zusammenpassen. Temperatur, Feuchtigkeit, mechanische Belastung und mögliche Medienkontakte beeinflussen die Lebensdauer der Verbindung. Eine geeignete Oberflächenaktivierung kann die Haftung zusätzlich verbessern.
Welche Oberflächenstruktur ist bei PA-Folie möglich?
Je nach Anwendung können glatte oder strukturierte Oberflächen vorgesehen werden. Die Oberflächenstruktur beeinflusst unter anderem Reibung, Kontaktfläche, Haftung und Optik. Entscheidend ist, welche Funktion die Folie im späteren System übernehmen soll. Wir stimmen die Ausführung auf Material, Weiterverarbeitung und Anwendung ab.
Welche PA-Foliendicke ist die richtige?
PA-Folien sind in Dicken von 0,1 bis 5,0 mm möglich. Eine dünne Folie kann für flexible Schutz- oder Verbundlösungen ausreichend sein, während größere Dicken mehr Stabilität und mechanische Belastbarkeit bieten. Die passende Dicke hängt von Festigkeit, Biegeradius, Temperatur, Befestigung, Weiterverarbeitung und gewünschter Lebensdauer ab.